← Zurück zu Insights

Innovationsmanagement: Wozu eigentlich?

Wer stillsteht, verliert. Aber nicht jede Veränderung ist eine Innovation – und nicht jede Innovation sichert den Fortbestand.

25. April 2016 Roman

Es wird immer schwieriger, sich über längere Zeit gegen den Wettbewerb zu behaupten. Kostendruck, Globalisierung, zunehmende Produktkomplexität, konjunkturelle Einbrüche, Fusionen – der Druck auf Unternehmen ist gross. Nur wer sich anpassen kann, überlebt. Und dazu braucht es Innovationen.

Innovationsmanagement steht nicht für Kreativität um der Kreativität willen – sondern für Unternehmenswertsteigerung, Marktpositionierung und optimierte Prozesse.

Wer ist für Innovationen verantwortlich?

Nicht der Verkauf. Nicht die Entwicklung. Nicht allein die Unternehmensleitung. Verantwortlich für Innovationen ist jeder einzelne Mitarbeitende. Der Erfolgsfaktor liegt in internen Einflüssen: Unternehmenskultur, Kompetenzen, Erfahrung, Ressourcen.

Ein innovatives Unternehmen zeichnet sich durch hohe Veränderungsbereitschaft aus. Es nimmt Signale frühzeitig wahr, setzt Chancen rasch und proaktiv um – und passt seine Strukturen der Marktentwicklung an.

Wie Innovationen entstehen.

Innovationen brauchen immer eine gute Idee – aber nicht unbedingt eine revolutionäre. Ein Produkt einer völlig neuen Zielgruppe zugänglich zu machen ist genauso eine Innovation wie ein komplett neues Angebot. Der Unterschied liegt im Mut, Bestehendes zu hinterfragen.

 
Dem Markt und den Kunden zuhören Wer aktiv hinhört, erkennt Bedürfnisse, bevor der Wettbewerb sie sieht.
 
Strategiediskussionen führen Offene Diskussionen über die Richtung des Unternehmens schaffen neue Horizonte und eine gemeinsame Sicht.
 
Über das aktuelle Geschäft hinausblicken Ansätze ausserhalb des gewohnten Bereichs verfolgen – auch wenn sie nicht sofort zum Kerngeschäft passen.
 
Den Wettbewerb beobachten Aktives Monitoring der Konkurrenz zeigt, wo Lücken entstehen – und wo man bereits zurückliegt.
 
Fehlerkultur leben Wer aus Fehlern lernen darf, probiert mehr aus. Und wer mehr ausprobiert, findet häufiger etwas, das funktioniert.
Me-too-Produkte sind leicht austauschbar. Kleine Innovationen allein reichen nicht – das Produkt- und Dienstleistungsangebot muss laufend und dynamisch an aktuelle und zukünftige Marktanforderungen angepasst werden.

Prozessinnovation: der Teufel steckt im Detail.

Der Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb entsteht nicht nur durch bessere Produkte. Prozessinnovationen steigern Effizienz, Produktivität und Qualität – und damit die Wettbewerbsfähigkeit, ohne dass das Produkt selbst verändert werden muss.

Die aggressive Preispolitik des Wettbewerbs zwingt Unternehmen, auch intern innovativ zu werden. «Hoher Preis für gute Qualität» gilt 2016 nicht mehr als ausreichendes Argument. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.

Der Teufel steckt im Detail – auch bei der Innovation. Oft ist es nicht das Produkt, das den Ausschlag gibt, sondern der Prozess dahinter.

Was ein Unternehmen innovativ macht.

Es ist in erster Linie die Unternehmensleitung, die Mitarbeitende aller Stufen dazu begeistert, Neues auszuprobieren. Eine gelebte Fehlerkultur schafft den Raum dafür. Die Umsetzungsverantwortung liegt am Ende beim Produktmanagement – das das Vertrauen und die Unterstützung der Unternehmensleitung braucht und verdient.

Innovation ist kein Zufall – und keine Abteilung.

Wer Veränderungen frühzeitig erkennt, Chancen proaktiv nutzt und intern eine Kultur schafft, in der Neues willkommen ist, sichert sich den nötigen Vorsprung. Innovationsmanagement ist kein Nice-to-have – es ist die Voraussetzung dafür, langfristig am Markt bestehen zu können.

Bereit für Digitalisierung, die wirklich funktioniert.

Kein Pitch. Kein Overhead. Wir schauen uns deine Situation an und sagen dir ehrlich was hilft – und was nicht.