Kryptowährungen - die Revolution des Geldmarkts

Kryptowährungen sind mittlerweile in aller Munde - zu Recht, denn sie revolutionieren Bezahlvorgänge und damit in naher Zukunft sehr wahrscheinlich auch das komplette Geldsystem. Aktuell verwenden wir Fiat Geld. Das bedeutet, dass Staaten die Ausgabe des Gelds regulieren. Es wird gedruckt und verliert mit der Zeit an Wert, was als Inflation bekannt ist. Schon länger wird gemunkelt, dass das Bargeld irgendwann komplett abgeschafft wird - als heisseste Theorie gilt, dass Bitcoin Papiergeld dementsprechend ersetzen wird.

Bitcoin als Vorreiter

Der Bitcoin ist die bekannteste Kryptowährung und gleichzeitig auch diejenige, die den höchsten Dollar- bzw. Eurowert besitzt. Ihr zugrunde liegt die innovative Blockchain-Technologie, mit der sich digitales Geld dezentral und für niedrige Gebühren verschicken lässt. Das Schöne daran ist: die Währung kann nicht gedruckt, also auch von Staaten nicht reguliert werden. Sie muss digital "geschürft" werden - in der Fachsprache wird dieser Vorgang "Mining" genannt. Beim Mining werden hochkomplizierte Rechenprozesse von Spezialcomputern vollzogen, welche die Währung auf diese Art und Weise erzeugen.

Da die Anzahl der maximalen Menge von Bitcoins begrenzt ist, ist die Währung inflationsgeschützt. Gezahlt oder gehandelt wird mit E-Wallets - also keinen klassischen Bankkontos, sondern digitalen Zahlungsanbietern, die vergleichbar mit Paypal & Co. sind.

Interessanterweise ist die Verwendung von Bitcoins so weit fortgeschritten, dass selbst in der Schweiz schon bei verschiedenen Anbietern und Kommunen damit bezahlt werden kann. In Japan gelten Bitcoins derweil schon als zweite offizielle Währung.

Neben Bitcoins gibt es viele weitere Kryptowährungen, die sich in den letzten Jahren etabliert haben - bekannte Vertreter sind Ethereum, Z-Cash und Litecoin. Auch diese können gekauft und gehandelt werden.

Das Prinzip der Kryptowährung

Kryptowährungen sind also digitale Währungen, die aufgrund von Rechenprozessen entstehen und von Staaten oder Banken derzeit nicht regulierbar sind. Sie bestehen nicht auf Papier oder existieren in Münzform, sondern werden elektronisch erzeugt und in E-Wallets gespeichert. Die Bezeichnung verdanken die Währungen dem griechischen Ursprung des Worts "Krypto", was übersetzt so viel heisst wie "verschlüsselt", "verborgen".

Während sich bei Fiat Geld das Problem stellt, dass Papierscheine durch Einbruch, Brand oder Diebstahl verloren gehen können und sich Vermögenswerte dadurch nicht richtig sichern lassen, gelten Kryptowährungen aufgrund der digitalen Verschlüsselung als sicher, weil digitales Geld nicht durch Umwelteinflüsse zerstört werden kann.

Nach aktuellem Stand sind Bitcoins die beliebteste Kryptowährung, da nicht nur private Investoren, sondern im Laufe des Jahres 2017 auch viele grosse Firmen in Bitcoins investiert haben und den Bitcoin-Hype somit noch weiter vorantreiben.

Nichtsdestotrotz steht die Erfolgsgeschichte von Kryptowährungen erst am Anfang - selbstverständlich gibt es auch viele kritische Stimmen, die auf Gefahren und Risiken hinweisen, wie beispielsweise das eines Hackerangriffs.

Die Zeit wird zeigen, inwiefern Kryptowährungen unser Geldsystem tatsächlich revolutionieren können und welche Währungen sich langfristig durchsetzen werden.