Ist das Internet gratis?

Das Internet gehört natürlich keinem. Deshalb glauben viele Menschen, dass es alles völlig kostenlos ist. Das stimmt allerdings nicht ganz. Es ist auf jeden Fall eine entsprechende Hardware, wie beispielsweise ein PC, ein Smartphone oder ein Tablet erforderlich, um Webseiten aufrufen zu können. Zudem ist ein Internetzugang erforderlich. Auch dafür fallen Kosten an. Für die Nutzung von Onlinediensten gibt es einige unterschiedliche Kostenmodelle, die etwas näher erläutert werden sollten.

Der Gigant Google

Dieses Unternehmen betreibt nicht nur die grösste und meistgenutzte Suchmaschine. Es stellt auch das Betriebssystem Android her. Zudem werden diverse Dienste angeboten. Auch bei der Nutzung der Dienste von Google scheint auf den ersten Blick vieles kostenlos zu sein. Das Unternehmen lebt jedoch von der Werbung. Dazu werden alle erfassbaren Daten der Nutzer gesammelt und effektiv vermarktet. Dadurch haben Unternehmen die Möglichkeit, ganz gezielt Werbung zu schalten. Mit Onlinewerbung werden jedes Jahr mehrere Milliarden Dollar Umsatz erzielt.

Das Betriebssystem Android, das ebenfalls von Google stammt, ist bereits auf vielen mobilen Geräten, wie Tablets und Smartphones vorinstalliert. Daher sind nur die Dienste dieses Anbieters nutzbar. Durch die Nutzung dieser Dienste können vom Hersteller noch mehr Daten gesammelt und verkauft werden.

Microsoft und Apple nutzen andere Strategien

Microsoft stellt das Betriebssystem Windows sowie das beliebte Office-Paket her. Damit arbeiten viele Menschen in Unternehmen. Dadurch sind sie mit dieser Software vertraut und nutzen sie auch im privaten Bereich. Genau darauf zielt die Strategie des amerikanischen Unternehmens ab. Inzwischen werden bei den neuesten Windows-Versionen auch diverse Daten gesammelt. Das gilt sowohl für PCs als auch für Smartphones mit Windows-Betriebssystemen.

 Microsoft baut darauf, dass die Nutzer eines Computers mit Windows auch ein entsprechendes mobiles Gerät mit Windows anschaffen. Das erleichtert den Datenaustausch zwischen den Geräten sehr. Zudem werden weitere Dienste, wie etwa ein Cloud-Speicher oder Freiminuten über Skype angeboten. Bei einer Überschreitung der freien Kontingente fallen ebenfalls Kosten an.

 Der Hersteller Apple verfolgt wiederum eine andere Strategie. Dieser Hersteller produziert Computer, Smartphones und weitere Geräte, die nicht so ohne Weiteres mit Geräten anderer Hersteller kompatibel sind. Das hat zur Folge, dass ein Kunde ausschliesslich Hard- und Software von diesem Hersteller nutzen kann, sofern ein einziges Gerät vorhanden ist. Trotzdem lohnt es sich, derartige Geräte anzuschaffen. Sowohl die Geräte als auch die Software erfüllen jeden Anspruch, ohne dabei unnötige oder überflüssige Funktionen aufzuweisen. Mit dieser klaren Strategie erzielt dieses Unternehmen hohe Gewinne. Zudem gibt es zahlreiche zufriedene Kunden, die sich immer wieder für den Kauf solcher Geräte entscheiden würden.

 Festzuhalten bleibt, dass es für keinen einen kostenlosen Internetzugang gibt. Jedes Gerät und jeder Service hat seinen Preis. Es gibt also niemals etwas gratis in diesem Bereich.